Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz – ,, Es kommt Fahrt auf“

Nach fast vier Jahren Stillstand hat Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig und ein Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn haben dazu am Freitag eine Vereinbarung unterzeichnet. Hier geht es um die Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz. Diese soll bald elektrifiziert werden.

Die Deutsche Bahn demonstriert zur Vertragsunterzeichnung schon mal, wo die Reise hingeht: Ein abgestellter Intercity im Leipziger Hauptbahnhof mit der Zielanzeige Chemnitz. Bis es soweit ist, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen.
Die Deutsche Bahn demonstriert zur Vertragsunterzeichnung schon mal, wo die Reise hingeht: Ein abgestellter Intercity im Leipziger Hauptbahnhof mit der Zielanzeige Chemnitz. Bis es soweit ist, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen. Foto: Jan-Dirk Franke

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz kommt in Fahrt: Gestern (7.9.2018) hat der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) und Eckart Fricke (Konzernbevollmächtigter der DB) haben  eine Vereinbarung für den Ausbau und die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke unterzeichnet.

Zehn Millionen Euro kommen vom Freistaat

„Die heutige Unterzeichnung ist eine wichtige Weichenstellung, um Chemnitz und die Region Südwestsachsen wieder an den Fernverkehr anzubinden“, sagte Dulig. ,,Ich freue sich, dass sich die vielfältigen Bemühungen aller beteiligten Akteure für den Ausbau und die Elektrifizierung auszahlen. Wir sind auch als Freistaat Sachsen bereit, die Planungskosten zu übernehmen bzw. vorzuschießen. Immerhin haben wir dafür zehn Millionen Euro im aktuellen Haushalt bereitgestellt“, so der Sächsische Verkehrsminister.

Konzernbevollmächtigter Eckart Fricke: „Die Vereinbarung schafft die Voraussetzungen, die Pläne für die Elektrifizierung und den Streckenausbau zwischen Chemnitz und Leipzig voranzutreiben.“

Chemnitz und der Fernverkehr

Chemnitz, die drittgrößte Stadt Sachsens, ist seit Jahren vom Fernverkehr abgeschnitten. Es gab viele versuche das zu ändern. Kommunal- und Landespolitik wollten ,dass die Strecke in den „vordringlichen Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird. Dies kann jetzt kommen.

Martin Dulig (SPD), sächsischer Verkehrsminister, hat am Freitag eine Vereinbarung für den Ausbau und die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Chemnitz-Leipzig unterzeichnet.

Im Juni dieses Jahres hatte die Deutsche Bahn AG mitgeteilt, dass es für die weiterführende Planung zum Ausbau und zur Elektrifizierung der Strecke Chemnitz – Leipzig grünes Licht gibt. Mit der bevorstehenden Projektaufwertung vom „Potenziellen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans in den „Vordringlichen Bedarf“ können nun die Grundvoraussetzungen geschaffen werden, um perspektivisch einen Fernverkehr zwischen Chemnitz und Leipzig zu etablieren.

Ausbaubedarf der Strecke

Für rund zehn Millionen Euro sollen in den kommenden zwei Jahren die ausdem Jahr 2014 abgeschlossenen Vorplanung der Strecke Chemnitz-Leipzig finanziert werden. Es wurde bereits der notwendige Ausbaubedarf konkretisiert und die Weichen für die weiteren Planungen sind gestellt. Dafür hat der Freistaat Sachsen rund 2,4 Millionen Euro investiert.

Durch die DB AG im Auftrag des Freistaates Sachsen werden die Planungen zum Vorhaben  weiterverfolgt

Es kommt fahrt auf

Laut Dulig, dauert der Ausbau 8 bis 11 Jahre. Es sollen auf der Strecke auch IC-Züge rollen. Fricke zufolge ist dabei eine Fernverkehrsanbindung im Stundentakt geplant

Wie bereits von mir berichtet, ist der Freistaat bei der Erstellung der Vorplanung  bereit. Dies belauft in Vorkasse sich auf rund zehn Millionen Euro für die anstehenden Planungsleistungen zu gehen. Die Kosten für den beginnenden „Technischen Vorentwurf“.

Über eine Machbarkeitsstudie wird der Freistaat Sachsen in diesem Zusammenhang auch gleichzeitig die Anbindung von Rochlitz an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz über Narsdorf prüfen und in die Planungen einbinden. Genaueres Hier zum nachlesen.

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