DB und Corona im März – ,, Herzkammer der Eisenbahn läuft“

Zur Zeit ist das öffentliche Leben sehr eingeschränkt. Was macht die Bahn um die Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken? Was ist im März alles passiert?


Am 13.03. stellte die Ceske Drahy den Personenverkehr von/nach Deutschland ein. Davon waren die Linie Hamburg-Berlin-Dresden-Prag-(Budapest) und der IC Bus Leipzig-Prag. Ebenfalls wurde der Zugverkehr nach Mailand ersatzlos eingestellt. Es würde auch wo es möglich war die Türen im Regionalverkehr automatisch zentral geöffnet. Alle 3 Standorte des DB Museums schlossen ihre Tore. Für die Reisenden gibt es seit dem eine neue Kulanzregelung.

Kunden, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise nicht mehr antreten möchten, konnten seit 16.03. ihre gebuchten Tickets kostenfrei in einen Reisegutschein im Wert ihres Tickets umwandeln lassen. Das gilt für alle Super Sparpreise und Sparpreise für Reisen bis einschließlich 30. April. Kunden, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise innerhalb Deutschlands verschieben möchten, können das gebuchte Ticket bis zum 30. Juni 2020 flexibel nutzen. Bei Sparpreisen wurde die Zugbindung aufgehoben.


Darauf hin am 14.03 hat Dänemark die Grenzen geschlossen sowie ein Tag später auch Polen, wovon auch der Bahnverkehr betroffen war. Nun wurden seit dem 15. März auch keine Fahrkarten mehr im Regionalverkehr kontrolliert. Es wurden härtere Maßnahmen nun getroffen.

Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin, Baden-Württemberg, NRW und Bayern erkannten am 17.03 bestimmte Tätigkeiten der DB als systemkritisch an.

DB Training stellte am 17.03. sein Ausbildungs-/ und trainingsbetrieb ein. Die DB hilft auch Flugreisende die zurück geholt wurden. Sie dürfen die DB Züge nutzen um an ihr eigentliche Ziel zukommen wenn sie wo anderes angekommen sind als was ursprünglich geplant war.

DB Cargo fuhr am 18.03 auch noch unverändert weiter, auch über Grenzen hinweg um den Stau auf den Straßen an den Grenzen zu entlasten. Alles DB Lounges wurden für Reisende geschlossen.

Flextrain fährt nicht nicht mehr seit dem 19. März. Alle Reisenden dürfen bis Ende April auch mit ihr Flextrainfahrkarte die ICs und ICEs der Deutschen Bahn benutzen. Das DB Casino unternahm folgende Maßnahmen:
Die Möglichkeit der Selbstbedienung durch Gäste ist bist auf weiteres vollständig eingestellt, die Mitarbeitenden in den DB-Casinos überreichen die gewünschten Artikel.

Man soll mehr alternativ auch gerne das Angebot nutzen, Speisen und Getränke mitzunehmen und außerhalb der Casinos zu verzehren. Zur Reduzierung möglicher Verbreitungsquellen wird vereinzelt auf gewohnte Artikel ganz verzichtet. Den Mitarbeitenden in den Casinos nicht mehr erlaubt, von Gästen privat mitgebrachte Kaffeebecher zu befüllen. Um die Mitarbeitenden an den Kassen zusätzlich zu schützen, werden Gäste gebeten, stets auf die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,50 Metern zu achten. Auch zu anderen Gästen sollte Abstand gehalten werden. In den DB-Casinos wurden die Sitzplätze reduziert und wo möglich auch Tische neu angeordnet.


Freitag, 20.03. Keine Halte mehr in der Schweiz. Auch sind die Lounges als Rückzugsort für die Mitarbeiter. In der Herzkammer der Eisenbahn, den BZs werden die Mitarbeiter auch geschützt. Es dürfen nur die da sein die wirklich gebraucht werden. (Fahrdienstleiter, Disponenten) In diesen besonderen Zeiten wird vermehrt auf Hygiene am Arbeitsplatz geachten. Wie in den Stellwerken vor Ort werden auch in den acht Betriebszentralen der DB Netz Desinfektionsmittel und -Tücher bereitgestellt, die die Mitarbeitenden vor und nach der Schicht benutzen, um den Arbeitsplatz, also Tastatur, Maus, Telefon und Tischplatte zu reinigen. Zusätzlich wird versuchen so gut es geht, eine räumliche Trennung zu organisieren. Das bedeutet, dass die Mitarbeitenden während der Arbeitszeit nach Möglichkeit zwei bis drei Meter Abstand zueinander haben sollten. In der Betriebszentrale Leipzig ermöglichen wir das, indem wir vorhandene Reservebedienplätze nutzen. Durch all diese Maßnahmen kann man, zumindest bisher, Einschränkungen vermeiden.


23.03

Es wurde immer schlimmer und seit dem gibt es in Sachsen eine Ausgangssperre. Die DB setzt das visuelle Klassenzimmer um, dass heißt alle Seminar werden via Teams gehalten. Zusätzliche Maßnahmen der DB zur Eindämmung des Coronavirus, dazu gehört beispielsweise die Installation von Plexiglasscheiben in den Reisezentren an den Bahnhöfen sowie in den Zügen werden Tickets nur noch auf Sicht kontrolliert. DB, EVG und GDL vereinbaren Pakt zur Beschäftigungssicherung, Lohnfortzahlung und Arbeitszeitbefreiung zur Kinderbetreuung.


Personalvorstand Martin Seiler: „Die Beschäftigten müssen sich keine Sorgen machen, ihre Arbeitsplätze sind sicher. Aus Anlass der Corona-Krise wird es keine Kündigungen geben.“


24.03

Die Bilanz-Pressekonferenz der DB wurde abgesagt. Anders als sonst üblich wurde die Öffentlichkeit am Donnerstag, den 26. März am Vormittag, schriftlich über die wesentlichen Eckdaten des Geschäftsjahres 2019 informiert. Die bislang geplante Pressekonferenz fand nicht statt. Grund ist, dass der Vorstandsvorsitzender Richard Lutz, sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben hat, da in seinem direkten beruflichen Umfeld eine Person positiv auf Covid-19 getestet wurde. DB Cargo rollt uneingeschränkt. Die DB Casions haben auch weiterhin für die Mitarbeiter geöffnet. Dies wurde nochmal gesagt da auch zum Montag alle Gaststätten schließen mussten.


25.03

Es wurde ein Sonderkulanz auch für Kunden mit Streckenzeitkarten und BahnCard 100: Kunden mit Abo kontaktieren bitte ihr Abo Center. Alle übrigen Inhaber einer Streckenzeitkarte wenden sich an ihre Verkaufsstelle. Inhaber einer BahnCard 100 wenden sich bitte wie gewohnt an ihren BahnComfort Service.
Danke! Ist überall in Deutschland an Bahnhöfen und im Netz die „Danke“-Kampagne zu sehen, mit der sich die DB bei allen umsichtigen Fahrgästen und vor allem bei den Kolleginnen und Kollegen im Einsatz bedanken möchte.


26.03

Verschärfung der Dienstreiseregelungen in Abstimmung mit dem Gesundheitsmanagement (HBG) der DB untersagt die Konzernsicherheit Reisen in Risikogebiete bis auf Widerruf. Alle weiteren Firmenreisen und Entsendungen ins Ausland müssen von der Konzernsicherheit genehmigt werden. Nach Beendigung der Reise ist das DB-Lagezentrum und das Gesundheitsmanagement über die Rückkehr zu informieren.


27. März

Die DB Lounges sind für Mitarbeitender sind sie aber als Rückzugsort weiterhin geöffnet. Die DB hat ja die DB Lounges für Gäste geschlossen. Unter dem Titel „Gemeinsam durch die Krise – handlungsfähig bleiben und mit Schwung in die Zukunft schauen“ bieten die DB Akademie und DB Training ab kommenden Montag, den 30. März gemeinsame kostenlose Qualifizierungsangebote für Mitarbeitende an.
WIR FAHREN! Während andere Verkehrsunternehmen ihre Verkehre einstellen, erbringt die Deutsche Bahn 75 bis 80 Prozent des normalen Angebots. Das ist nicht selbstverständlich. In diesen außergewöhnlichen Zeiten leisten alle Unternehmensbereiche unglaubliches, das ist alles andere als selbstverständlich. In einer Videobotschaft bedankt sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) für die Arbeit der Mitarbeitenden bei der Deutschen Bahn.

„Wir brauchen Sie. Und ich möchte Ihnen vor allem sehr herzlich danken, dass Sie so viel Verantwortung zeigen, aber auch so viel Herz“.


30. März

Die Deutsche Bahn hat 15 Paletten an Lebensmitteln, die ursprünglich für die Bordgastronomie des Fernverkehrs gedacht waren, an die Aktion „Kochen für Helden“ in Hamburg gespendet. Damit kann Starkoch Tim Mälzer nun für Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, Verpflegung kochen.


31. März

Das ARD-Morgenmagazin hat deinen DB-Zugchef begleitet. Entstanden ist eine sympathische Reportage der MOMA-Reporter, die zeigt, wie sich die Arbeit in Zeiten von Corona verändert hat. Zu sehen  in ARD und ZDF oder in der Mediathek.

Die Deutsche Bahn weist Medienberichte zurück, wonach aufgrund der Corona-Krise ein Teil der Fernverkehrsflotte stillgelegt werden soll. Es stimmt nicht, dass die ICE 1-Züge aus dem Verkehr gezogen werden sollen. Der ICE 1 fährt heute, fährt morgen, fährt auch in Zukunft. Die gesamten ICE-Flotte von knapp 300 Zügen sichert in in diesen schwierigen Tagen eine stabile Grundversorgung an Mobilität für Deutschland.

In einerVideobotschaft bedankt sich Berthold Huber, Vorstand Personenverkehr,bei den Kolleginnen und Kollegen.

„Wir gewährleisten mit unserem stabilen Grundangebot das Maß an Mobilität, was unser Land braucht. Und mit welcher Ruhe und Professionalität Sie das tun, davon konnte ich mich bei jeder meiner Zugfahrten in den vergangenen Tagen und Wochen überzeugen. Darauf können Sie zu Recht stolz sein. Ich bin es mit Ihnen auch. Doch das Wichtigste ist aber, dass Sie und Ihre Familie gesund bleiben“.

 

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