Update: Das S-Bahn Netz Mitteldeutschland 2030+

Leipzig weckst in seiner Einwohnerzahl. bis 2030 sollen es 770.000 sein. Um da auch mit dem ÖPNV mitzuhalten muss dieser ausgeweitet werden. Was da nun da nun der aktelle Stand im Mai 2018 ist schauen wir uns nun an.


Wir bauen auf den Artikel vom Januar auf.

Aktuelle Planungen zur Erweitung des mitteldeutschen S-Bahn Netzes (Stand Januar 2018)


Zielnetz 2025+ des ZVNL. Karte: ZVNL
Zielnetz 2025+ des ZVNL. Karte: ZVNL

So soll das Netz 2025 aussehen. Wir schauen uns die wichtisten Strecken an sowie Veränderungen.


Als erstes sind immer noch die Strecken nach Grimma, Narsdorf,  Naumburg un d Zeitz geplant. Mehr Infos hier:

Aktuelle Planungen zur Erweitung des mitteldeutschen S-Bahn Netzes (Stand Januar 2018)

Fährt die S-Bahn bald bis Naumburg (Saale)


Wasserstoffzüge für Mitteldeutschland

Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) prüft den Einsatz von Wasserstoff betrieben Züge für die Strecken nach Grimma und Zeitz. Der Einatz wird für 2025 geplant.

Mehr dazu findet ihr Hier.


S-Bahn nach Grimma

Bahnstrecke nach Döbeln eine bessere Voraussetzung. Wenn diese schon vorhanden, wären Grimma und Döbeln schon längst Teil des S-Bahn-Netzes. Man hätte auch eine Alternativstrecke über Grimma nach Chemnitz und Riesa. Auf dieser Strecke fährt die RB 45.

So aber kann der ZVNL nur darauf setzen, dass die Bahn hier endlich mal was unternimmt.

„Ausgehend von einer erfolgten Elektrifizierung der Strecke nach Döbeln werden die vormaligen Leistungen der RB 110 als neue S-Bahn-Linie im 30-Minuten-Takt bis Grimma und im Stundentakt weiter bis Döbeln erbracht“, beschreibt der ZVNL das für nach 2025 Notwendige. „Welche S-Bahn-Linie bis Döbeln geführt wird, ist noch zu prüfen. Gemäß Zielnetz 2018+ kommen dafür die Linien S 2 aus Richtung Delitzsch und S 4 aus Richtung Eilenburg in Betracht.“


Ins Vogtland und nach Franken mit der S-Bahn (Mitteldeutschland)

Eine Direktverbindung von Leipzig nach Pauen oder Hof. Ja, mit der S5.

Ein Problem: Werdau und die Fahrzeuganzahl.

In  Werdau müsste der Verkehr dann nach Plauen–Hof und Zwickau getrennt werden. Dies benötigt wie schon gesagt auch mehr zusätzlicher Fahrzeuge, um den S 5x takt und somit auch die Anschlüsse in Zwickau (Sachs) Hbf zu gewähren und es benötigt eines Zugdeckungssignals im Bahnhof Werdau. Also ein Ausbau des Bahnhofes.

Das Fahrzeugproblem steht nicht an erst Stelle.  Es könnte schon nächsten Jahren auf dieser (auch ohne weitere neue Linien) stellen, wenn sich die Kapazitäten auf dieser Strecke erhöht werden müssen, diwdie Nachfrage steigt.

Abermuss man eine  S-Bahn-Linie – die 5x  splitten?

Da ist man  beim ZVNL auch noch nicht so richtig sicher. Im Südraum hat man ja noch eine Alternative, wie beispielsweiße über Zeitz.

„Die Alternative ist die Verlängerung der bisher zweistündlich in Altenburg endenden S 5 nach Plauen (V) ob Bf. Die Infrastrukturmaßnahme in Werdau ist hierfür nicht erforderlich, die Kurzwende der S 5x in Zwickau (S) Hbf bleibt ohne den Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge gesichert.“ so der ZVNL.

Das hört sich  schon realistischer an.

Die Infrastrukturgelder fürs Schienennetz werden in den nächsten Jahren wirde es ein Hauen und Stechen geben, wenn der Verkehrsminister nicht endlich die Gewichte verlagert, nähmlich weg von  nicht funktionierenden Milliardenprojekten sonderen hin zur elementaren Stärkung der regionalen Schienennetze.

Auch die nächsten Vorhaben werden es ohne echtes Engagement von Bund und Bahn nicht geben.


 S 6 nach Narsdorf und nach Weißenfels

Zu diesen Vorhaben habe ich schon mal geschrieben. Nun:

Nicht nur die Elektrifizierung nach Grimma fehlt sondern natürliche auch nach Chemnitz. Die Direktverbindung der beiden Großstädte Leipzig und Chemnitz ist auf mittelalterlichen Verhältnissen. So ist auch wünschenswerte S-Bahn-Angebote auf der Strecke nicht umsetztbar.

„Für die S-Bahn-Linie S 6 ist eine Verlängerung bis Narsdorf zu prüfen“, so der ZVNL. „Voraussetzung dafür ist die Umsetzung der Elektrifizierung Leipzig–Chemnitz sowie der Ausbau des Haltepunktes Narsdorf zum Bahnhof.“

So ich auch in dem Beitrag von Januar.

Die S6, soll schon vor 2025  nach Markranstädt fahren. Die wäre eine gute Verbindung in den Süden Sachsen-Anhalts.

Deshalb will man sie künftig auch nicht in Markranstädt enden, sondern die S-Bahn nach Naumburg verkehren lassen.

„Ebenfalls zu prüfen ist die Option einer Verlängerung der S 6 bis Weißenfels im 60-Minuten-Takt, im Falle es kommt zur Umsetzung der Variante bis Naumburg.“

Das ist die besste  Variante, die die S 6 nach Markranstädt über Leipzig-leutsch, Rückmarsdorf und Miltz fahren zu lasen  und nicht  wie in der anderen Variante  von der Miltitzer Allee nach  Markranstädt. Hier kann man die S-Bahn darüber hinaus zu weiteren Städten verlängern. Bei Grünau gibt es nur noch die selben Überlegungen, von der Miltitzer Allee eine Verbindung zum Bahnhof in Markranstädt zu bauen. Die wäre auch eine attraktiv, denn da wäre  auf der Strecke  deutlich mehr Unterwegshalte auf Leipziger Gebiet als auf der Markranstädter Tour. leipzig Grünau wär dann auch besser an den Süden Sachsen-Anhalt angebunden und man müsste nicht wie heute über Leutsch oder dem Haf reisen. Dies werde eine große Zeitersparnis.

ZVNL: „Zu prüfen ist auch die Option der Errichtung einer Eisenbahnverbindung zwischen Markranstädt und dem bisherigen S-Bahn-Endpunkt Miltitzer Allee. Die Ergebnisse einer dazu bereits Anfang der 2000er Jahre durchgeführten Untersuchung sind zu evaluieren.“

Die Verbindung würde aber wieder deutlich mehr Planungen und Kosten verursachen. Damit ist hier mit einer zeitnahen Umsetzung nicht zu rechnen.


Mit einem dichtere Takte nach Torgau, Zeitz, Gera und Weißenfels

In den 2020er Jahren stehen auch eine Reihe von Neuvergaben für die Transportleistungen aus. Viele  Regionalstrecken im Verbandsgebiet des ZVNL. „Diese Gelegenheit möchte der ZVNL gern nutzen, um auf einigen Strecken eine deutliche Beschleunigung und bessere Vertaktung mit den S-Bahn-Linien hinzubekommen.“

Es werden dann freilich einige kleine, kaum genutzte Haltepunkte aus dem Streckennetz fallen und neue hinzukonnen wie am Porsche Werk/GVZ und auf der Strecke nach Zeitz.

Das betrifft auch die Strecke nach Torgau, die man deutlich beschleunigen möchte.

Die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen im ZVNL-Netz. Karte: ZVNL
Die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen im ZVNL-Netz. Karte: ZVNL

„Spätestens mit der Neuvergabe der Leistungen soll der RE 10 beschleunigt werden und zusammen mit der S 4 ein kohärentes Angebot auf der Strecke nach Torgau realisieren“, heißt es dazu im Nahverkehrsplan des ZVNL. „Die vorgesehenen Maßnahmen (Streckenausbau, Haltauflassung) stehen deshalb immer im direkten Zusammenhang mit dem 60-Minuten-Takt der S-Bahn, um eine halbstündliche SPNV-Anbindung bis Torgau sicherzustellen.“

,,Dann wäre Torgau genauso gut ans S-Bahn-Netz angebunden wie das Leipzig deutlich näher gelegene Eilenburg.“

Im Süden würde sich eine bessere Anbindung auch lohnen. Im thüringischen Gera wird ja schon  für eine Eingliederung Geras ins Mitteldeutsche S-Bahn-Netz offen geworben.

Der ZVNL hält das für machbar. Mindesten eine Variante mit schnellerem Regionalbahn-Verkehr: „Eine Beschleunigung der Verbindung nach Zeitz und Gera würde die direkte Anbindung von rund 130.000 Einwohnern (Stand 2016) an die Großstadt Leipzig weiter verbessern. Es wird geprüft, inwieweit der Betrieb dazu beschleunigt werden kann und einzelne Baumaßnahmen die Streckengeschwindigkeit erhöhen. Weitere Haltauflassungen im ZVNL-Gebiet sind jedoch nicht vorgesehen.“

Weiter heißt es: „Weitere Prüfoptionen bestehen hinsichtlich der SPNV-Anbindung der um das Oberzentrum Leipzig herum angeordneten Mittelzentren. Während alle diese Zentren mindestens im 30-Minuten-Takt eine SPNV-Verbindung zum bzw. vom Oberzentrum Leipzig aufweisen können, bestehen in der Anbindung von Zeitz noch Defizite. Es ist zu prüfen, ob auch zwischen Leipzig und Zeitz eine Verdichtung zu einem werktäglichen 30-Minuten-Takt erfolgen kann.“

Wenn man schon mit der S 6 nach Markranstädt und Weißenfels fährt, lohnt sich auch dort die bessere Vertaktung mit der Regionalbahn. Es wäre auch denkbar die strecke Markkleeberg-Gaschwitz- leipzig Plagwitz wirde für den Personenverkehr zu nutzen.

„Auch eine Beschleunigung des RE 17/SE 15 zwischen Leipzig Hbf und Weißenfels ist denkbar, wenn es gelingt, die S 6 über Markranstädt hinaus bis Weißenfels zu verlängern. Grundvoraussetzung dafür ist die Umsetzung der Variante a) der Linienführung der S 6 aus dem Zielnetz 2018+.“

Man sieht was man  im Mitteldeutschen S-Bahn-Netz noch an Potenzial hat. Dies lässt sich aber nur erschließen, wenn die Bahn einige wichtige Investitionen tätigt. Darum wird nun schon seit Jahren gekämpft. Ohne dass im Bundesverkehrsministerium jemand was dazu zu sagen hat.


Nochmal alle Beiträge im Überblick dazu:

 

Aktuelle Planungen zur Erweitung des mitteldeutschen S-Bahn Netzes (Stand Januar 2018)

Fährt die S-Bahn bald bis Naumburg (Saale)

2 Antworten auf „Update: Das S-Bahn Netz Mitteldeutschland 2030+“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.